Desertifikation

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Aus technischen Gründen fehlen die Abbildungen und Tabellen (noch), eine genaues Verzeichnis befindet sich jedoch am Ende des Textes  (8. Anhang)

Veranstaltung: Oberseminar: Trocken- und Dürregürtel der Erde
Referent: Sönke Voß
Datum:  20.11.1997
Thema: 

                            Desertifikation

Analyse eines weltweiten Expansionsphänomens im Trockenraum


Gliederung:
1. Zur Definition der Desertifikation
2. Geographische Verbreitung der Desertifikation
3. Indikatoren der Desertifikation
   3.1 Vegetative Indikatoren
   3.2 Hydrologische Indikatoren
   3.3 Morphodynamische Indikatoren
   3.4 Sozio-ökonomische Indikatoren
4. Ursachen der Desertifikation
   4.1 Klimatische Ursachen
   4.2 Anthropogene Ursachen
   4.3 Das Problem des Ursachenkomplexes
5. Schäden durch die Desertifikation
   5.1 Die Region südlich der Sahara
   5.2 In den mediterranen Gebieten
   5.3 In Nordamerika
6. Prävention und Bekämpfung der Desertifikation
   6.1 Verminderung von klimatischen Risiken in Trockenzonen
   6.2 Maßnahmen im Bereich der Weidewirtschaft
   6.3 Maßnahmen im Regenfeldbau
   6.4 Maßnahmen im Bewässerungsfeldbau
   6.5 Maßnahmen im forstwirtschaftlichen Bereich
   6.6 Überwachung des Naturraums und der Desertifikation
   6.7 Zum Scheitern der bisherigen Maßnahmen
7. Quellennachweis
   7.1 Monographien und Sammelwerke
   7.2 Aufsätze in Zeitschriften
   7.3 Karten und Atlanten
8. Anhang
   8.1 Tabellen
   8.2 Abbildungen




1. Zur Definition der Desertifikation

Aus dem lateinischen "desertus facere", was wüst machen oder auch verwüsten bedeutet,
wurde der Begriff gebildet.
In Folge der Dürre- und damit verbunden der Hungerkatastrophe in der afrikanischen 
Sahelzone gewann Anfang der 70 `er Jahre das Problem der Desertifikation immer stärker 
an Bedeutung. Diese Entwicklung fand 1977 einen Fixpunkt in der UN-Konferenz im 
kenianischen Nairobi (United Nations Conferenz on Desertification = UNCOD). An dieser 
Konferenz nahmen neben den ökonomisch starken Industrieländern eben auch die vom 
Prozeß der Desertifikation stark betroffenen Länder der Tropen und Subtropen teil. 
Bereits im Vorfeld dieser Konferenz hatte es verschiedene Versuche gegeben, den 
Begriff der Desertifikation klar zu definieren. 

So formulierte Le Houérou 1976:
"..desertization is a man-induced phenomenon, aggravated by climatic circumstances 
(perodical prolonged drought)..."(Mensching 1990, S. 2).

Zur UNCOD definierte Garduño: 
"Desertification is the impoverishment of arid, semi-arid and some subhumid ecosystems 
by the impact of man`s activity. [..] Desertification is the result of land abuse."
(Schneider 1986, S. 9)

In Folge der UNCOD galt als UN-Definition: 
"Desertifikation is the diminution or destruction of biological potential of the land,
and can lead ultimately to desert-like conditions. It is an aspect of the widespread 
deterioration of ecosystem and has diminshed or destroyed the biological potential of 
the land, i.e. plant and animal production, for multiple use purposes at a time when 
increased productivity is needed to support growing populations in quest of development.
"(Schneider 1986, S. 9)

Die Desertifikation kann demnach also als Prozeß verstanden werden, der in den bewohnten
semiariden und subhumiden Zonen der Erde aufgrund der dort vorherrschenden Klima-
bedingungen seine maximale Ausprägung findet. 
Dabei meint der Begriff die Wüstenbildung anthropogenen Ursprungs, also "wüstmachen" 
im Gegensatz zu Wüstenbildung. Voraussetzung hierfür ist der Eingriff des Menschen in 
das jeweilige Ökosystem. Diese ermöglichen z. B. bei Klimaschwankungen erst die Wüsten-
"bildung". Eine Verschiebung der Wüstengrenzen durch Klimaveränderungen erfaßt der 
Begriff der Desertifikation nicht, wenn ein anthropogener Einfluß fehlt.
So ist das Vorrücken der Saharagrenzen in der Zeit von 20000 bis 15000 B. P. nicht als
Desertifikation anzusehen. Erst ab dem Neolithikum kann ein menschlicher Eingriff in 
das Ökosystem vermutet werden.

Dabei besteht offensichtlich ein Zusammenhang von Dürren und Desertifikation, der sich 
auch in der Definition von Le Houérou wiederfindet. 
Zur Unterscheidung dieser Begriffe eine Definition der Dürre und der Dürrekatastrophe:

Dürre ist ein 
"aperiodisch eintretender Zustand, der aufgrund der Verhältnisse in der unteren 
Troposphäre zu einem außergewöhnlich hohen Wasserdefizit im Boden führt und bei dem 
eine ausreichende Wasserversorgung der Pflanzen nicht mehr gewährleistet ist " 
(Meynen 1985, S. 232)


Dürrekatastrophe: 
"Hält eine Dürre über mehrere Jahre an, kann sie sich zu einer Dürrekatastrophe 
entwickeln. Das Ausmaß einer solchen Katastrophe hängt von der Bevölkerungsdichte 
und dem Migrationsverhalten in dem betroffenen Gebiet, dem Landnutzungssystem und 
der Wasserverfügbarkeit ab. Zur Katastrophe führt die mangelnde Ernährungsmöglichkeit 
und/oder die ausbleibende Möglichkeit der Wasserversorgung." (Mensching 1990, S. 3)

Desertifikation meint also die Ausbreitung wüstenähnlicher Verhältnisse in Gebiete 
hinein, in denen sie zonal-klimatisch eigentlich nicht existieren. Desertifikation 
umfasst die Degradation von Böden und Vegetation und führt zu einer kontinuierlichen 
Verminderung des Weidepotentials und der Ernteerträge. 

Die Definitionen der Dürre (und der Dürrekatastrophe) machen deutlich, dass der Mensch 
und nicht die Dürre der ursächliche Grund für die Desertifikation ist. In diesem 
Zusammenhang wird auch von "man-made desert" gesprochen. 
Ibrahim (1992, S.72 ff.) kritisiert unter dem Eindruck des Scheiterns der Bekämpfungs-
maßnahmen die seiner Ansicht nach zu starke Ausrichtung der UNCOD-Definition an 
biologisch-physikalische Prozesse und fordert deshalb das Einführen von sozio-
ökonomischen Faktoren in die Definition. 
Fünfzehn Jahre nach der Konferenz schlägt es folgende Definition vor:
"Desertifikation ist ein Prozeß fortschreitender Degradation der Regenerationsfähigkeit 
der symbiotischen Natur-Mensch-Produktionssysteme, welche durch einen hohen Anpassungs-
grad an aride Gebiete gekennzeichnet sind."

Mensching (1990, S. 4 f.) weist darauf hin, dass seit der UNCOD der Begriff der 
Desertifikation oftmals auf Phänomene übertragen wurde, die der Definition nach 
keine Desertifikationserscheinungen aufweisen. So kann das in Mitteleuropa aufgetretene 
sogenannte Waldsterben nicht als Desertifikation aufgefaßt werden, da keine "desert 
like conditions" vorliegen.
Eine klare Definition und damit Eingrenzung von Degradationserscheinungen als 
Desertifikation ist für die Bekämpfung dieser Erscheinungen von großer Bedeutung. 


2. Geographische Verbreitung der Desertifikation

Die Landschaftsumwandlung in der Desertifikation betrifft neben der Vegetationsdecke 
auch den Boden, den Wasserhaushalt und die reliefformenden Prozesse. Das bedeutet, 
dass die Vegetationsdecke aufgelöst und die übrigen Faktoren wüstenähnlichen Bedingungen 
gleich gemacht werden. Eine wüstenähnliche Landschaft entsteht nicht bei Änderung eines 
einzigen Faktors, die Desertifikation greift also in das gesamte regionale Ökosystem 
ein oder verändert zumindest große Teile davon.

Eine Desertifikation findet vor allem in den semiariden bis subhumiden Klimazonen statt, 
solche Bedingungen herrschen in den Tropen und Subtropen vor (besonders in den 
Randtropen). Dort werden Steppen und Savannen in wüstenartige Landschaften umgewandelt. 
Es handelt sich also um die Regionen der Trockengebiete, in denen die Desertifikation 
auftritt. Denn auch in vollariden Bereichen (z. B. Oasen.) kann eine Desertifikation 
nachgewiesen werden. (vgl. Meckelein 1980, S. 23 ff.)

Auf der Grundlage der Klimaklassifikationskarte von Köppen/Geiger lassen sich die 
von der Desertifikation erfassten Gebiete wie folgt beschreiben:

Gebiete der BS-Klimagruppe (Steppenklimate)
Aw-Klimagruppe (Savannenklimate)
Cs-Klimagruppe (warme, sommertrockene Klimate)
BW-Klimagruppe (Wüstenklimate)

Somit sind sowohl die kaltariden als auch die warmariden Bereiche der Erde durch 
die Desertifikation gefährdet, ebenso sind in unterschiedlicher Intensität alle 
Kontinente betroffen. Die desertifikationsgefährdeten Gebiete umfassen ca. 30 % 
der Landfläche (Vgl. auch Tab.1 u. Tab. 2). Von den ca. 650 Mio. 
Menschen, die bereits 1977 in diesen Gebieten lebten, waren nach Mensching (1979, 
S. 350) 50 Mio. unmittelbar von den Schäden betroffen.
Zur UNCOD wurde eine Weltkarte der Desertifikationszonen entwickelt, die auf einem 
Trockenheitsindex beruhte, die nach Budyko ermittelt wurde (s. a. Tab. 3).
Hierbei wurden die Nettosonneneinstrahlung in Relation gestellt zur Energiemenge, 
die benötigt wird, um den Niederschlag vollständig zu verdunsten.

Danach ergaben sich fünf Bereiche, die als aride bis semiaride Zonen (s.a. Tab. 4, 
Anhang) angesehen werden können:
Teile von Mexiko, des Südwesten der USA (vor allem Kalifornien, Arizona)
einen schmalen Streifen westlich der Anden und ein Streifen östlich bis Patagonien, 
dazu Areale im Osten Südamerikas
der große nordafrikanisch-asiatische Trockengürtel, dazu Trockengebiete in 
Indien/Pakistan und Nordchina
Bereiche im südlichen Afrika
das Innere Australiens
(vgl. Abb. 1)

Diese Weltkarte im Maßstab 1:25 Mill. unterteilt die gefährdeten Gebiete in "moderate",
"high" und "very high"; die extremen Wüsten sind gesondert ausgewiesen. Eine veränderte
und vereinfachte Darstellung dieser Gebiete zeigt die Abb. 2, die der "World Map of Desertifikation" angelehnt ist. 
Verschiedene Autoren (vgl. Fantechi 1986) betonen, dass im südeuropäischen Raum nicht nur, 
wie auf der Karte dargestellt, Teile Spaniens betroffen sind, sondern zusätzlich Bereiche 
vieler Mittelmeerstaaten wie Italien oder Griechenland.



3. Indikatoren der Desertifikation

Als Indikatoren einer Desertifikation werden sichtbaren und identifizierbaren 
(Landschafts-) Veränderungen genutzt, meistens sind dies aber nur physischen Merkmale. 
Soziale oder sozioökonomische Indikatoren sind bei aller Relevanz in dem jeweiligen 
Gesellschaftssystem nicht immer eindeutig zu identifizieren. 
Wird die Desertifikation als ein Prozess von anthropogenem Einfluss bei bestimmten 
klimatischen Gegebenheiten betrachtet, ist eine Gegenüberstellung nötig, eine Vergleich 
eines Landschaftsareals unter gleichen ökologischen Bedingungen unter menschlichem 
Einfluss einerseits und dem natürlichen Zustand anderseits.
Mensching ordnet die physischen Indikatoren, die er auch "Zeugen der verschiedenen 
Desertifikationserscheinungen" (Mensching 1990, S. 15) nennt, in drei Indikatoren-
gruppen.

3.1 Vegetative Indikatoren
Die totale oder auch nur teilweise Vernichtung der Vegetationsdecke zeigt am 
deutlichsten die Wirkung der Desertifikation auf. Für Weideflächen stellt nicht 
nur die Pflanzendeckenauflösung (ob temporär, dauernd; ob lokal oder vollständig) 
einen Hinweis auf die Desertifikation dar, auch die Zunahme von für die Weidewirtschaft 
nicht nutzbaren Pflanzen ist ein Indikator. 
Auch bei den nicht für die Weidewirtschaft genutzten Flächen kommt es bei der 
Desertifikation zu einer Veränderung der Pflanzengesellschaft. Die Degradation läuft 
nach Mensching folgendermaßen ab:
Zuerst werden die anspruchsvolleren und schwächer konkurrenzfähigen Arten sukzessive 
verdrängt. An ihrem ehemaligen Standort setzten sich trockenresistentere, extrem 
konkurrenzfähige Arten durch. Diese jedoch haben ihre ursprüngliche Verbreitung in 
arideren, benachbarten Zonen. Sie sind an dem neuen Standort also nicht natürlich.

3.2 Hydrologische Indikatoren
Die Degradation des Bodenwasserhaushaltes führt zu einer Verminderung der agraren 
Erträge. Durch die Vernichtung der Vegetationsdecke wird einer Austrocknung des Bodens 
Vorschub geleistet. 
Eine zeitweilige oder andauernde Absenkung des Grundwasserspiegels dient -insofern 
nicht klimatische Ursachen vorliegen- als Indikator für eine übermäßige Grundwasser-
nutzung. Gerade der Einsatz von technischen Bewässerungssystemen und Fördereinrichtungen 
führt zu einer Grundwasserspiegelabsenkung. Da in ariden Gebieten der Spiegel in der 
Regel fossilen Ursprungs ist und eine Neubildung wenn überhaupt nur beschränkt statt-
findet, wäre eine kontrollierte und angepasste Wasserentnahme von Nöten.
Weitere hydrologische Indikatoren sind die Veränderungen der Abflussmuster (verminderte 
Abflussmengen oder Abflusshäufigkeiten) in Tälern ariden Gebietes. Kurzzeitige Hochfluten 
ersetzen zunehmend die regelmäßigen Fluten. Ein weiterer Hinweis kann das Abnehmen von 
Flutereignissen im Unterlauf von derartigen Tälern sein. Ursache für die oben 
angesprochen Phänomene ist neben der Vegetationszerstörung häufig eine Versandung der 
Täler ("Dünenblockade").
In den ariden Gebieten, in denen Bewässerung betrieben wird, kann eine Versalzung des 
Bodens auftreten. Dieser Indikator der Desertifikation hat verschiedene Ursachen, wie 
die nicht angepasste Verteilung des feuchten Gutes, nicht angepasste Bewässerungssysteme 
u.ä. Sichtbar wird die Versalzung der Böden oftmals auf den dann aufgegebenen Flächen 
in Form von abgelagerten Salzkrusten.

3.3 Morphodynamische Indikatoren
3.3.1 Indikatoren äolischer Aktivität
Reaktivierung der Sande
Durch den desertifikationsbedingten Rückgang an intakter Vegetationsdecke nimmt die 
Ausblasung von Material zu. Dies trifft besonders auf die Flächen zu, die agrarisch 
genutzt werden. Ehemalige Sandgebiete, die in der Vergangenheit noch fixiert waren, 
lassen neue Dünen entstehen. Diese Dünen streben mit der vorherrschenden Windrichtung 
in vormals intakte Gebiete hinein (z. B. in Savannengebiete).
Durch die äolische Deflation werden nicht nur wertvolle Kulturflächen überweht, sondern 
auch Brunnen gefährdet oder Flussbetten blockiert (siehe oben).
Die Deflation von großen, ebenen und meist vegetationsarmen bis -losen Flächen hängt 
stark mit der Austrocknung der Böden zusammen. Mit steigender Aridifizierung der Böden 
(ob klimatisch oder anthropogen) nimmt die Intensität der Winderosion überproportional 
zu.
Weiteren Aufschluss über das Vorliegen einer Desertifikation liefern Werte über den Staub-
gehalt in der Luft, die Häufigkeit von Staubstürmen oder die Bildung von Nebkadünen, die 
oftmals einhergehend mit der Ausbreitung des Zizyphus-Dornstrauchs.

3.3.2 Indikatoren fluvialer Tätigkeit
Aufgrund klimatischer Schwankungen kann es zu einer Verringerung der jährlichen 
Abflussmengen und der Abflussfrequenz kommen, wobei sich die episodische Abflu
ssintensität 
steigert. Dieser Effekt wird in Zeiten einer Dürre noch verstärkt.
Ist eine natürliche, also klimatische Ursache auszuschließen, gelten die oben 
beschriebenen Abflussveränderungen als sicher Indikator für eine Desertifikation.

Einige Ereignisse fluvialer Tätigkeit hinterlassen im Landschaftsbild deutliche Spuren:
* Es kommt zur Ausbildung von Arroyos und Gullies. Dieser Effekt tritt vor allem im 
oberen Einzugsgebiet von Flußsystemen auf und betrifft meistens Kulturland.
Die Bildung dieser Abflussschluchten kann ein erster Schritt zur Entstehung von für jede 
Form des Anbaus unbrauchbaren sogenannten "Badlands" sein.
* Die Ereignisse, die zur natürlichen Ausbildung von Waditerrassen (Neubildung oder 
Zerstörung) führen, treten in Desertifikationsgebieten intensiver auf und können deshalb 
als Indikatoren für eine solche gewertet werden.
* Durch den Verlust der Vegetationsdecke und die damit einhergehende Austrocknung der 
Böden wird eine flächenhafte Erosion unterstützt. In solchen ohnehin erosionsgefährdeten 
Gebieten kann ein Abtrag von mehren Dezimetern auftreten. Freigelegte Wurzeln oder eine 
Sockelbildung bei den Bäumen sind deutlich sichtbares Merkmal einer flächenhaften 
Erosion.

3.3.3 Pedologische Indikatoren
Als Indikatoren dieser Gruppe lassen sich (insofern sie nicht bereits vorher genannt 
wurden) noch 
- die verstärkte Bildung von Kolluvialmatrial und Bildung von Steinpflastern ("Wüsten-
pflaster) 
- die Freilegung von Bodenkrusten
- der Rückgang der Nährstoffe im Boden und die Verschlechterung des Bodengefüges 
anführen.

Daraus folgt konsequent, dass in den von Desertifikation betroffenen oder gefährdeten 
Gebieten die Ertragsfähigkeit des Bodens abnimmt. Neben dem Verlust von Kulturflächen 
kommt es zur Verminderung der Erträge und z. B. durch Korrasion zur Senkung der Ertrags-
qualität.

3.4 Sozio-ökonomische Indikatoren
Ibrahim (1992, S. 71 ff.) weist auf die Bedeutung der sozio-ökonomischen Indikatoren 
hin, teilt sie wie unten beschrieben ein. Dabei unterstreicht er noch einmal die 
Problematik ihrer Umschreibung und vor allem ihrer Erfassung. Eine Aussage über eine 
Desertifikation lässt sich nur mit genügend vielen Indikatoren dieser Art machen, die 
auf ihre Zuverlässigkeit und ihren Stellenwert hin überprüft werden müssen.

3.4.1 Wirtschaftliche Indikatoren

Bei den ökonomischen Indikatoren unterteilt Ibrahim in zwei Teilbereiche.
Der eine Teilbereich umfasst die
- Abnahme der Felderträge
- Verringerung der Viehbestände und ihr Zusammensetzung
- Verknappung von Holzkohle, Brenn- und Bauholz
- Verknappung des Futterangebotes

Des weiteren werden strukturelle Veränderungen als Indikator der Desertifikation 
herangezogen. Diese sind:
- die Veränderung der Beschäftigungsstruktur der ländlichen Bevölkerung
- die Rückkehr zur Sammelwirtschaft und die Abhängigkeit von Hungernahrung
- der Rückgang der traditionellen Vorratswirtschaft
- der Rückgang von Transport und Verkehr

3.4.2 Soziale Indikatoren
Hier gilt es 
- die Veränderungen der räumlichen Mobilität der Bevölkerung und ihre Konsequenzen 
(Landflucht, Anzahl der aufgegebenen Siedlungen, Bevölkerungskonzentration....)
- die Veränderung des Sozialverhaltens und der sozialen Beziehungen (Auflösung des 
Stammeszusammenhanges, veränderte Grundbedürfnisse, Unterernährung...)
zu erfassen, um Aussagen über eine Desertifikationsgefahr machen zu können.

3.4.3 Politische Indikatoren
Nach Ibrahim können die politischen Veränderungen auf staatlicher oder regionaler 
Ebene als Anzeichen der Desertifikation erfasst werden. Indikatoren auf staatlicher 
(oder auch interstaatlicher) Ebene sind als Beispiel:
- die Zunahme an politischen Unruhen
- der Rückgang an Steuereinnahmen

Auf der lokal/regionalen Ebene werden demnach z.B. Stammeskonflikte (Eindringen in 
andere Gebiete) oder die Machtverhältnisse einzelner ethnischer Gruppen als Indikatoren 
herangezogen.

4. Ursachen der Desertifikation

Nur eine Ursache kann schon per Definition dieses Phänomens nicht allein für die 
Desertifikation verantwortlich gemacht werden. Aus dem komplexen Vorgang müssen die 
relevantesten, also wirksamsten Elemente bestimmt werden. Diese können jedoch von 
Ökosystem zu Ökosystem unterschiedlich sein. Identische Veränderungen können zonal 
different wirken.

4.1 Klimatische Ursachen
Bereits bei der Aufzählung der Indikatoren wurde der bedeutende Einfluss des zonal 
vorherrschenden Klimas deutlich. Es hat für alle Bereiche der Trockengebiete eine starke 
Wirkungskomponente im Desertifikationsprozess.

4.1.1 Die Aridität und ihr natürlicher Einfluss
Die Aridität spielt für die Entstehung eines typischen Landschaftsbildes im vollariden, 
semiariden und semihumiden Bereich eine übergeordnete Rolle. Gerade die Variabilität der 
Niederschläge stellt in diesen Regionen ein erhebliches Risiko im agraren Wirtschaften 
dar.
Ein generelles Problem entsteht durch die Klassifikation in Kategorien wie "arid" oder 
"humid". Mensching erklärt hierzu, dass die üblichen Ariditätsindices (z. B. nach de 
Martonne) für eine Ursachenerfassung der Desertifikation kaum in Frage kommen können. 
Vielmehr sind Fakten wie die Variabilität der Niederschläge, die Strahlungsverhältnisse 
oder die Vegetationsformen von größerer Bedeutung.
Für die Pflanzenwelt geht die Aridität einher mit Wachstumshemmnis bis hin zur 
gänzlichen Vertrocknung, was vor allem Kräuter und Gräser betrifft. Hält eine Phase der 
Aridität länger an, können auch Bäume betroffen sein. Die Regenerationsfähigkeit der 
Pflanzenwelt ist den vorherrschenden klimatischen Bedingungen angepasst. Auch nach 
längeren Dürrezeiten existiert noch eine Regenerationskraft der Vegetation, insofern 
sie nicht anthropogen verändert wurde.
Jede Aridifizierung lässt die Grenzen der Wüsten wandern. Sie verschieben sich in die 
Gebiete, die ehemals etwas humider waren. Man spricht auch von "desert encroachment". 
Mensching weist darauf hin, das durch Klimaschwankungen bedingte "desert encroachment"
-Effekte in diesem Jahrhundert für Afrika belegbar sind. Dürren und Dürreperioden sind 
fester Bestandteil des Klimageschehens in den Trockengebieten. 

4.1.2 Die Aridität und anthropogene Eingriffe in die Natur
In den ariden Gebieten, in denen Weidewirtschaft betrieben wird, ist die 
Desertifikationsgefahr durch die häufig anzutreffende Überweidung gegeben. Diese Gefahr 
wird in Zeiten der Dürre noch verstärkt, die Pflanzendecke bildet sich zurück, die 
notwendige Regenerationsfähigkeit wird wesentlich vermindert. Auch in den folgenden 
Jahren mit höheren Niederschlägen ist deshalb der ursprüngliche Zustand nicht mehr 
(sofort) zu erlangen. 
Die Desertifikation kann noch extremer dort wirksam werden, wo ausgeprägte anthropogene 
Eingriffe in die Natur vorliegen. Und solch ein Eingriff erfolgt vor allem in den dichter 
besiedelten Gebieten der Trockenzonen. Diese befinden sich im zentralen Bereich der 
semiariden Zonen. Hier ist aufgrund der Niederschlagsmengen oft schon ein Anbau möglich. 
Bereits ein geringfügiger Eingriff in den Landschaftshaushalt kann hier verheerende 
Desertifikationsfolgen haben.

4.2 Anthropogene Ursachen
4.2.1 Einfluß auf die Vegetation
Die Eingriffe des Menschen in den Landschaftshaushalt erfolgen fast ausschließlich über 
die Vegetation. Die Kultivierung des Landes (z. B. durch Rodung!) bringt eine gravierenden 
Veränderung des natürlichen Ökosystems mit sich.
In den semiariden Regionen ist die Bevölkerungsdichte relativ hoch. Der Tierbesatz in 
diesem Bereich ist sehr hoch, in Trocken- und Dürrezeiten deutlich zu hoch. Die natürliche
Vegetationsdecke wird durch Überweidung und vorrückendem Anbau zunehmend zerstört. Aus 
dem ehemals in Bezug auf die Regenerationskraft stabilen System wurde durch anthropogenen 
Einfluss ein labiles (s. a. Mensching 1990 S. 40).
Zur Energiegewinnung wird in den semiariden Zonen häufig auf Holz zurückgegriffen. Durch 
diese Entwaldung kommt es zur verstärkten Deflation und Verdunstung, eine Schattenwirkung 
der Bäume fehlt.

In der subhumiden Zone liegt aufgrund der höheren Niederschläge eine dichtere Vegetation 
vor. Doch die Eingriffe des Menschen (z.B. Rodung, Brände, "shifting cultivation"), der 
hier sowohl Weide als auch Anbauwirtschaft betreiben kann, haben eine Savannenvegetation 
geschaffen, ehemalige Wälder sind verschwunden. Obwohl die Regenerationsfahigkeit und die 
Niederschläge insgesamt höher sind als in den ariden Bereichen und die Desertifikation 
nicht in diesem Maße auftritt, sind Landschaftsveränderungen festzustellen. Flächenerosion 
und Gullybildung gehen bereits über das Anfangsstadium einer Desertifikation hinaus.

4.2.2 Einfluss des Ackerbaus 
In den desertifikationsgefährdeten Gebieten stehen flächenhafter Ackerbau und ökologisches
Nutzungspotential in keinem ausgeglichenen Verhältnis. Im semiariden Zonen erfolgt ein 
Anbau in regulären Jahren oft jenseits einer klimatisch-agronomischen Trockengrenze. In 
Trockenjahren liegen diese Flächen brach, die Winderosion kann ungehindert einsetzen. 
Dieser Effekt wird durch die Abholzung von schützendem Baumbestand und durch Überweidung 
auf den angrenzenden Flächen noch verstärkt.
Solche Flächen sind in Jahren mit höherem Niederschlag nur schwer wieder zu kultivieren- 
wenn überhaupt! Dieser Verlust von Anbaufläche führt konsequent zu einer Intensivierung 
des Anbaus auf den restlichen Flächen.
Die Art der Bodenbearbeitung ist ebenfalls ausschlaggebend für den Grad der 
Desertifikation, ein nicht adäquater Pflugbau leistet ihr Vorschub. Das Fehlen von 
schützenden Vegetationsstreifen zwischen oder auf den Feldern tut ein weiteres zur 
Bodenerosion. Die Ausblasung und damit die Desertifikation tritt je eher ein, desto 
großflächiger und ungeschützter ein Feld eben dar liegt. 

4.2.3 Desertifikation durch Überweidung
Als eine Hauptursache der Desertifikation wird die Überweidung genannt. Durch
- einen hohen Tierbestand
- die Aufgabe einer Weiderotation
- die Einschränkung der Weidewanderung
erfolgt ein starker, nur durch den Menschen verursachter Eingriff in die Natur. In Jahren 
mit günstigen Niederschlagsmengen nimmt sowohl die Anzahl der Herden als auch die Stück-
zahl pro Herde zu. Ein möglichst großer Viehbestand ist nicht nur Bestandteil des 
nomadischen Lebens, sondern er dient auch der Existenzsicherung in den ungünstigeren 
Jahren. Außerdem wird durch einen hohen Viehbestand der Viehverlust durch z.B. Krankheiten
relativiert.
Dass dabei die Gebiete der Erde, die von Überweidung betroffen sind und zugleich als 
desertifikationsgefährdet gelten, auffallend deckungsgleich wirken, ist konsequent 
(Vgl. Abb. 2 und Abb. 3).
Reicht die zur Beweidung zu Verfügung stehende Fläche in Dürrezeiten für eine Herde 
nicht aus, wird oftmals auf den Blattbestand der Bäume zurückgegriffen. Das ohnehin 
degradationsfördernde Beweiden der Bäume und Büsche ("browsing") wird jetzt durch das 
Abschlagen von Ästen und Zweigen erweitert. Der Baumbestand, der einer Bodenerosion 
entgegenwirkt, nimmt so kontinuierlich ab.
Durch die Tierhaltung der sesshaften Herdenbesitzer wird die Desertifikation vor allem 
um Siedlungen verstärkt. Da diese Herden, auch wenn es sich meist um Kleintierherden 
handelt, nicht mehr wandern, liegen die Weideplätze zirkulär um die Siedlungen.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass 
- ein zu hoher Viehbestand auf den Flächen
- die Aufgabe von Weide- zugunsten von Anbauflächen
- das Fehlen einer Regenerationsphase für die Vegetation durch eine kontrollierte 
Beweidung ohne Rotation 
- das ein nicht vorhandener übergeordneter Landnutzungsplan 
wichtige (aber nicht die einzigen) Ursachen für die Desertifikation in semiariden und 
subhumiden Arealen darstellen.

4.2.4 Desertifikationsursachen in der Bewässerungslandwirtschaft
In den Regionen, die durch Bewässerung zu einem an sich sicheren agraren Produktions-
standort wurden, kann die Versalzung der Böden nicht nur als Indikator, sondern auch 
als Hauptursache der Desertifikation angesehen werden. 
Die Salzanreicherung im Boden (bis zu Salzkrusten auf den Böden!) beruht entweder auf 
die Bewässerung mit zu salzhaltigem Wasser oder dem nicht ausgewogenen Verhältnis von 
Wasserzufuhr und Durchspülung/Ableitung. Wenn gerade die Auswaschung in den Trockenzonen 
gering ist, kann bereits eine Bewässerung mit gering salzhaltigem Wasser zu einer 
Versalzung führen. Für Kulturpflanzen liegt die Schädigungsgrenze bei ca. 0,3% Salz-
gehalt. (vgl. Mensching 1990, S. 47) Die Ertragsfähigkeit der bewässerten Flächen geht 
folglich mit steigendem Salzgehalt des Bodens zurück. Ertragsverluste sind die Folge, 
eventuell sogar die totale Aufgabe der Flächen. Ist ein Anbau nicht mehr möglich, 
desertifizieren die ehemaligen Anbauflächen. 
[Mensching nennt das Beispiel der Bewässerung aus dem Indus, der nur einen Wert von 
0,03% löslicher Salze aufweist. Bei einer jährlichen Bewässerungsmenge von 300 mm auf 
eine unkultivierte Fläche werden trotzdem auf ein Jahr 900 Kg Salze pro Hektar hinter-
lassen!]
Eine nicht gerechte Pflege oder die Zweckentfremdung der bewässerten Flächen sind 
ebenfalls Ursachen für eine fortschreitende Desertifikation. Besonders bei Großprojekten 
mit Bewässerung stellen sich heute die oben beschriebenen Anzeichen mit der Desertifi-
kation ein.

4.2.5 Demographische Ursachen
Obwohl es auch in den Trockengebieten der Erde Bereiche mit geringer Bevölkerungsdichte 
gibt, sind die semiariden und subhumiden Trockenzonen im allgemeinen übervölkert. Die 
demographischen Bedingungen spielen eine große Rolle bei der Entstehung von Desertifi-
kationsräumen. Das Missverhältnis von Bevölkerungszahl und natürlichem Potential führt 
durch die notwendige Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln aber auch mit Energie-
trägern (Holz!) zu einer Desertifikation im Umkreis der Siedlungsgebiete. 
Durch die Ausweitung von Anbauflächen und die Überweidung kommt es wie unter 4.2.3 
(Desertifikation durch Überweidung, s.o.) beschreiben zu Desertifikationserscheinungen 
um Zentren der Bevölkerungskonzentration, denen meist ein Vorhandensein von Wasser 
zugrunde liegt. Somit kann auch die unkontrollierte Bevölkerungsbewegung in die Bereiche, 
die als desertifikationsgefährdet gelten, als Ursache der Desertifikation angesehen werden.

4.3 Das Problem des Ursachenkomplexes
Im gesamten 4. Kapitel wurde deutlich, dass es die eine Ursache der Desertifikation nicht 
geben kann. Vielmehr liegt ein komplexes Wirkungsgefüge vor. Die Desertifikation lässt 
sich meist nur durch das Zusammenwirken von verschiedenen Ursachen erklären.
Die Rahmenbedingungen werden gegeben durch:
- die Variabilität der Niederschläge
- periodisch durch den Trend zur Aridifizierung
- das regelmäßige Auftreten von Dürrejahren

In diesem Rahmen zeigen die Eingriffe des Menschen in das Ökosystem jene Wirkung, die 
die Desertifikation hervorruft. 
Der Ackerbau in Problemzonen wie auch die Überweidung können im allgemeinen überall auf 
der Welt zu Degradationserscheinungen führen. Dass es zu so gravierenden Degradations-
erscheinungen in den Trockengebieten kommen konnte, muss an den besonderen klimatischen 
Bedingungen (und Veränderungen) liegen. Bezeichnenderweise liegen alle von der Desertifi-
kation betroffenen Areale in den Zonen der Trockengebiete mit Dürregefährdung!

Durch das vereinte Wirken von klimatischen und anthropogenen Faktoren wird die 
Vegetationsdecke gelichtet oder aufgelöst und die Regenerationskraft dieser Schutzschicht 
des Bodens vermindert. Auch wenn der Ursachenkomplex Mensch (Klima noch nicht vollständig 
erforscht ist, so kann nach Mensching doch von einem Teufelskreislauf in den Gebieten der 
Desertifikation gesprochen werden.
Für die einzelnen, verschiedenen Ökosystemen der Trockengebiete müssen auch unterschied-
liche Ursachenkomplexe formuliert werden.
Die Abb. 4 im Anhang, S. 19, nach Ibrahim zeigt das komplexe Wirken der einzelnen 
Faktoren bei der Desertifikation schaubildlich.

5. Schäden durch die Desertifikation

Die Schäden, die durch Desertifikation hervorgerufen werden, sind nicht nur ökologischer 
Art. Vielmehr 
- vernichtet die Desertifikation wichtige natürliche Ressourcen, 
- führt sie zu großen Produktionsschäden im Agrarsektor 
- werden soziale und ökonomische Strukturen verändert (z. B. im nomadischen Lebensbereich)
- hat die Desertifikation für ganze Regionen und Staaten wirtschaftliche Folgen
Nachfolgend sollen die ökologischen Folgen anhand von drei unterschiedlicher Regionen 
dargestellt werden.

5.1 Die Region südlich der Sahara
Die ökologischen Desertifikationsschäden südlich der Sahara lassen sich nach Mensching 
wie folgt beschreiben:
- Absterben der Grasdecken in weiten Teilen
- Verarmung des Bestandes an Gräsern
- Absterben eines Teils des Buschbestandes (auch der Akazien)
- Absenken des oberflächennahen Grundwasserspiegels, vor allem in Bereichen von Brunnen
- Verstärkung von Sandbewegungen (sog. "shifting sands")
- Reaktivierung von Altdünen
- verstärkte Ausblasung von feinen Bodenbestandteilen
- erhöhte Evaporation mit Austrocknung der Böden bis zum Aufreißen von Tonböden (sog. "cracking")
- Verringerung des Wadiabflusses
- Bildung von Rillen, Gullies und Gräben auf ehemaligen Kulturflächen

5.2 In den mediterranen Gebieten
In der Mediterranzone weisen die Schäden der Desertifikation nicht diese katastrophale 
Qualität auf wie z. B. in semiariden Gebieten südlich der Sahara. Dafür greift hier die 
anthropogene Komponente um so stärker, da bereits in der Antike ein großflächiges Abschlagen
der Wälder einsetzte (vgl. Fantechi 1986, S. 3 ff.). Als Schäden treten auf:

- linienhafte Erosion mit Bildung von Gullies und Barrancos und damit einhergehend die 
Entstehung von Schuttkegeln im Fußbereich von Bergen
- verstärkte Sedimentierung in künstlichen Staubecken bis zur Unbrauchbarkeit solcher 
Einrichtungen
- Entstehung von sog. "Badlands" auf tonig-mergeligem Bodenschichten
- verstärktes Entstehen von Kalkkrusten 
- Verlagerung der Agrarflächen z.B. von den Gebirgshängen weg
- Verschlechterung der Qualität von Weideflächen
(nach Mensching 1990, S. 62 ff.)

5.3 In Nordamerika
In den Great Plains hat die Zerstörung der natürlichen Vegetationsdecke (bei Starkregen) 
und die nicht angepasste agrare Nutzung sowohl durch den Anbau als auch durch die 
Weidewirtschaft zur flächenhaften Erosion geführt. Als Ergebnis treten Formen von 
"Badlands" auf (z. B. die Big Badlands östlich der Black Hills)
In den 30 ´er Jahren verstärkte sich in dem Bereich, in dem Weizen angebaut wurde, die 
Deflation zum "Dust bowl"-Phänomen. Der Konkurs von mehr als einer halben Mio. Farmern 
war die Folge. 
Im Südwesten der USA haben sich Vegetationsformen festgesetzt, die nicht ursprünglich, 
dafür aber schwer zu entfernen sind (z. B. Prosopis). Diese Pflanzen haben meist, wenn 
überhaupt, nur einen geringen Nährwert.

6. Prävention und Bekämpfung der Desertifikation

Auf der UNCOD 1977 in Nairobi bereits wurde ein Plan zur Bekämpfung der Desertifikation 
vorgelegt. 
Der "Plan of Action to Combat Desertification" (PACD) zielte ab auf
- den Stopp bzw. Rückgang des Desertifikationsprozesses
- die Propagierung von ökologisch angepassten, produktiven und dauerhaften Landnutzungsarten
- die Gewährleistung des sozialen und ökonomischen Fortschritts der von der Desertifikation betroffenen Bevölkerungsteile

Im Rahmen des UN-Umweltprogrammes UNEP (UN Environment Programm) wurden folgende Aufgaben 
zur Bekämpfung der Desertifikation angegangen:
- Hilfe für die Staaten bei der Erstellung von nationalen Maßnahmen 
- Untersützung von Organisationen u.ä., die in diesem Bereich wirken
- Überwachung, Beurteilung und Kartierung von alten und von neuen Desertifikationserscheinungen
- Unterstützung von Pilotprojekten, sowie Sammlung und Verbreitung von Informationen 
über den Desertifikationsprozess und seine Unterbindung
(Ibrahim 1991, S. 163)
Auch auf der Konferenz der Vereinten Nationen zur Umwelt und Entwicklung (UNCED) 1992 
in Rio de Janeiro wurde Beschlüsse zu diesem Problem gefasst 
(Agenda 21, z. B. Chapter 12: "Desertification and Drought").

6.1 Verminderung von klimatischen Risiken in Trockenzonen
Auch wenn eine genaue und vor allem frühzeitige Vorhersage von Trockenereignissen nicht 
möglich ist, so bietet die moderne Meteorologie doch die Chance, durch eine verknüpfte 
Zusammenarbeit nationaler und internationaler Einrichtungen Daten zu sammeln und 
entsprechend aufbereitet den betroffenen Staaten wieder zu Verfügung zu stellen. Auf 
diesem Wege könnten z. B. einsetzende Dürreperioden manifestiert werden. Eine besondere 
Rolle kommt nach Mainguet (1991, S. 201 f.) dabei der World Meteorological Organisation 
WMO zu.


6.2 Maßnahmen im Bereich der Weidewirtschaft
Die Viehhaltung spielt gerade in den von der Desertifikation betroffenen Gebieten als 
Subsistenz- und in der Marktwirtschaft eine große Rolle. Doch weite Teile dieser Flächen 
sind bereits geschädigt.

6.2.1 Erstellung von Nutzungsplänen
Durch die Berücksichtigung der Tragfähigkeit von Weiden oder des Wasservorkommens können 
weitere Desertifikationschäden verhindert werden. Hierfür müssen aber Daten erstellt 
werden, die sich an den jährlich variierenden Niederschlagswerten orientieren. Der 
Viehbestück pro Fläche darf nicht in besonders niederschlagsreichen Jahren festgelegt 
werden, sondern muss sich dem Grad der Trockenheit anpassen. 
Mensching (1990, S. 121 ff.) weißt aber darauf hin, dass die Erstellung und Durchsetzung 
solcher Maßnahmen (wie der Festlegung von Herdengrößen) einen funktionierenden staatlichen
Regionalapparat voraussetzt. Eine Voraussetzung, die in den betroffenen Gebieten leider 
nicht immer erfüllt ist.

6.2.2 Weideflächenerhaltung
Da besonders die Flächen mit Anbau vom Risiko der Niederschlagsvarianz betroffen sind, 
erscheint es sinnvoll, eine weitere Umwandlung von Weide- in Ackerland zu verhindern. 
Des weiteren muss die entsprechende Tragfähigkeit der Fläche und die Weiderotation 
berücksichtigt werden (also eine Überweidung gestoppt werden). Auch die Regulierung der 
Migration dient der Weidenkonservierung.


6.2.3 Wiederherstellung von Weideflächen
Ist die Vegetationsdecke flächenhaft zerstört, müssen Maßnahmen zur Rehabilitation dieser 
Gebiete eingeführt werden. Eine Einsaat von Grassamen (und evtl. Anpflanzung von Büschen 
oder Bäumen) auf eingezäunten und der aus der Viehwirtschaft ausgenommenen Flächen hat 
zu guten Resultaten geführt. Mensching (1990, S. 124 f.) berichtet sogar über die Erholung
ursprünglicher Büsche und Bäume. Nach der Wiederherstellung der Flächen müssen diese in 
das Rotationsprinzip eingegliedert und nicht sofort wieder voll bewirtschaftet werden.

6.3 Maßnahmen im Regenfeldbau
Zu erst einmal müssen die Areale, auf denen wegen der hohen Niederschlagsvariabilität ein 
Regenfeldanbau überhaupt sinnvoll ist, ausgewiesen werden. Ein Landnutzungsplan sollte 
die Grenze zwischen dem Weide- und dem Anbauland festlegen. Die jeweilige agrare Trocken-
grenze darf zukünftig durch den Anbau nicht mehr überschritten werden.
Zum Schutz des Bodens vor Erosion können einfache Erdwälle (Stop des Oberflächenabflusses)
oder Streifen natürlicher Vegetation (Schutz vor Deflation) dienen. Baumreihen als 
natürliche Schutzzäune bieten der Bevölkerung zudem noch eine Möglichkeit, an notwendiges 
Holz zu kommen, ohne die vorhandenen Waldbestände zu reduzieren. Dieses kann zusätzlich 
als Ausgleich für die durch die Schutzmaßnahmen verlorengegangenen Anbauflächen dienen.
Was für ebene Gebiete gilt, muss in Hanglagen um so intensiver beachtet und umgesetzt 
werden.

6.4 Maßnahmen im Bewässerungsfeldbau
6.4.1 Bewässerung mit Oberflächenwasser
Im Bereich der Bewässerung mit Oberflächenwasser ist es sinnvoll, einfache Wasserstau-
anlagen anzulegen, die sich bereits traditionell bewährt haben (vgl. Mensching 1991, 
S. 102 ff). In Hanglagen hat sich die Einführung eines Systems des "water harvesting" 
bewährt. Hierbei wird das Hangwasser kanalisiert und dann auf die zu bewässernden Felder 
geführt. 
Mainguet (1991, S.235 ff.) beschreibt zwei Systeme des "water harvesting". Das "mescat 
system" findet seine Anwendung in Gebieten mit einem jährlichen Niederschlag von 
200 mm-400 mm, während das "jessour system" seine Verbreitung in bergigeren, arideren 
Regionen (100 mm-200 mm Niederschlag/a) hat. Die Abb. 5 und 6 verdeutlichen diese Systeme.
Des weiteren sind die Offenhaltung und der Schutz der Trockentäler (z.B. Wadis) von Nöten, 
da diese Wasser aus weiter entfernt liegenden Einzugsgebieten bringen. Versandungen dieser
Täler müssen verhindert bzw. beseitigt werden. Durch Anpflanzungen im Uferbereich kann 
einer erosionsbedingten Schädigung bei den episodisch auftretenden Flutwellen entgegen-
gewirkt werden.
Einen idealtypischen ökologischen Umbau einer degradierten Savannen-Landschaftseinheit 
bis zur agraren Inwertsetzung zeigt die Abb. 7  nach Krings (1994). 

6.4.2 Bewässerung mit Hilfe von Brunnen oder Staumaßnahmen
Um die Versorgung der Bevölkerung mit (Trink-)Wasser zu gewährleisten, muss die Bevölkerungszahl

und das Ausmaß der Viehhaltung/des Anbaus der Kapazität des Brunnens angepasst sein. 
Dies setzt eine gezielte Planung und Lenkung voraus! Anderenfalls tritt eine Übernutzung ein. 
Des weiteren sollten Stauräume gegen Sedimentation geschützt werden, indem bereits im 
Einzugsbereich durch z.B. Forstmaßnahmen Abtragungseffekt unterbunden werden. 
Die Verdunstungsfläche der Stauräume und der Ab-/Zuflüsse muss gering gehalten werden, um 
unnötige Verluste zu vermeiden. Mensching (1990, S. 107 f.) verweist auf die Erfolge bei 
der Anlage von (betonierten) Wasserkanälen hin. Durch eine gezieltere Bewässerung der 
Pflanzen durch Tropfenbewässerung ("Drip-irrigation") werden Verdunstungsverluste 
minimiert. Des weiteren kann durch die Zugabe von Sand in tonhaltigen Böden der Effekt 
des Bodenaufbrechens ("cracking soils") vermindert werden.

6.5 Maßnahmen im forstwirtschaftlichen Bereich
Bereits auf der UNCOD 1977 wurde die Notwendigkeit von Aufforstungsmaßnahmen betont. 
Diese dienen vor allem 
- als Schutzmaßnahmen für Boden und Vegetation 
- als Schaffung eines Energiereservoires für die Bevölkerung
Sinnvolle Maßnahmen im Bereich ursprünglich natürlicher Wälder und Savannen können sein:
- Standortkartierung als Voraussetzung für eine Wiederanpflanzung
- Anpflanzung von Vegetationsarten, die dem Dürre- und dem Versalzungsgrad angepasst sind.
- Anbau von Bäumen und Sträuchern, die auch der Viehhaltung dienen ("browsing")
- kombinierter Anbau von Baum- und Straucharten mit landwirtschaftlich genutzten Pflanzen
- Anpflanzung von Vegetation (besonders Bäumen) als Schutzmaßnahme, sog. "Shelterbelts" 
(s. a. Abb. 8)
- Anbau von schnell wachsenden Baumarten besonders in Siedlungsnähe, um der Bevölkerung 
Brenn- und Bauholz zu Verfügung zu stellen.

6.6 Überwachung des Naturraums und der Desertifikation
Eine Bekämpfungsstrategie setzt genaue Kenntnisse über die lokale und regionale Desertifi-
kation in Art und Intensität voraus. Eine Bestandsaufnahme und Überwachung der Desertifi-
kation stellt heute kein großes Problem mehr da. Durch Fernerkundungsmethoden können 
Schäden, verursachende Effekte der Desertifikation, aber auch bereits Gefährdungen oder 
Ressourcen zur Bekämpfung erkannt werden. Solch ein Monitoring kann aber von den (meist 
verarmten) betroffenen Ländern nicht allein getragen werden. Dies ist eine internationale,
fachübergreifende Arbeit. 

Nach Mensching (1990, S. 136 ) sollte ein Monitoring zur Desertifkation folgendes erfassen:
-Zustand der Vegetation(-sdecke)
-Staubtransport (äolische Aktivität)
-Dünenbewegungen
-Wanderungsverhalten und Verteilungsmuster von Wild- und Viehherden
-Aussagen über den Anbau und Ernten
-Aussagen über hydrologische Gegebenheiten und Veränderungen (auch Bewässerungsfeldbau)
-gesamtökologische Zustandsbeschreibungen, Festlegung eines Desertifikationsgrades

Ein gutes Beispiel für ein eindrucksvolles Monitoring stellt die Karte des Aralsees 
(Abb. 9, Anhang, S. 21) dar. Die Verkleinerung des Sees, ein ohnehin exemplarische 
Beispiel von Desertifikation, wurde mit Hilfe u. a. von Satellitenbildern kartiert.


6.7. Zum Scheitern der bisherigen Maßnahmen
Ibrahim kommt 1992 zu dem ernüchternden Ergebnis, dass der "..Aktionsplan zur Bekämpfung 
der Desertifikation zu keinerlei positiven Ergebnissen geführt hat. Das Gegenteil ist der 
Fall: Die Desertifikation schreitet gegenwärtig schneller voran denn je." (1992, S. 72).
Er analysiert als Gründe für das Scheitern:
- mangelnde Überzeugung in die Dringlichkeit des Problems sowohl bei den Ländern, die 
Projekte finanzieren könnten als auch bei den betroffenen Staaten selber
die Bevorzugung von Projekten, die schnellen Erfolg versprechen zu Ungunsten von 
langfristig wirksamen Maßnahmen
- die Auslegung von Strategien zur Bekämpfung der Desertifikation als Maßnahmen zur 
Steigerung der agraren Produktivität
- der Mangel an finanziellen Möglichkeiten und Know-how 
- das Vorhandensein von Missmangement und Korruption in den betroffenen Ländern
- die nur biologisch-physikalisch ausgerichtete Definition der Desertifikation 
(s. a. oben)
- eine mangelnde Kooperation zwischen den betroffenen Ländern einerseits und den 
Finanzierungsländern anderseits
- eine zunehmende Marginalisierung der betroffenen Staaten und der betroffenen 
Bevölkerungsgruppen innerhalb dieser Staaten
- eine Planung an den betroffenen Menschen vorbei
- Persistenz von Dürreperioden
(Ibrahim 1991, S. 163 ff., 1992 S. 75)
Krings (1994, S. 546) weist noch auf die Diskussion über die ungeklärten Eigentums-
verhältnisse in vielen von der Desertifikation betroffenen Ländern hin. Durch das Fehlen 
von privaten Bodeneigentum wird der Anreiz zur Bodenerhaltung geschmälert.
Auf der anderen Seite wird in der Literatur (z. B. bei Krings oder Ibrahim) oft von 
erfolgreichen Projekten berichtet. Besonders Ibrahim betont dabei den lokalen Charakter 
solcher Maßnahmen ("Global denken-lokal handeln"), die fast immer unter Berücksichtigung 
der spezifischen Bedingungen vor Ort und der dort lebenden Menschen geplant und 
durchgeführt wurden.

7. Quellennachweis

7.1 Monographien und Sammelwerke
FANTECHI, R., MARGARIS, N. S. (Eds.)(1986): Desertification in Europe. D. Reidel
Publishing Company, Dordrecht.
LENG, G. (1982): Desertification. A bibliography with regional emphasis on Africa. 
In: Bremer Beiträge zur Geographie und Raumplanung, Heft 4. Universität Bremen.
MAINGUET, M. (1991): Desertification. Springer Verlag Berlin/New York.
MENSCHING, H. G. (1990): Desertifikation. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt.
MEYNEN, E. (1985): International Geographical Glossary. Fritz Steiner Verlag, Stuttgart.
SCHNEIDER, S. H. (Ed.)(1986): Climate and Desertification. In: Climatic Change, Vol. 9, 
No. 1 / 2 (Special Issue). D. Reidel Publishing Company, Dordrecht.
UNITED NATIONS (1977): Desertification: Its Causes and Consequenses. Pergamon Press,
Oxford.

7.2 Aufsätze in Zeitschriften
IBRAHIM, F. (1992): Gründe des Scheiterns der bisherigen Strategien zur Bekämpfung der
Desertification in der Sahelzone. In: Geomethodica, Vol. 17, S. 71-93. Basler Afrika 
Bibliographien, Basel.
IBRAHIM, F. (1991): Global denken-lokal handeln. In: Wüsten-Erde, Ökozid; 7. Focus Verlag,
Gießen.
IBRAHIM, F. (1978): Desertification, ein weltweites Problem. In: Geographische Rundschau,
Bd. 30, Heft 3, S. 104-107. Westermann Verlag, Braunschweig.
BUNDESMINISTERIUM f. Umwelt, Naturschutz u. Reaktorsicherheit (Hrsg.)(1992): Agenda 21,
Kapitel 12, S. 90-101. http://www.oneworldweb.de/agenda21/
KRINGS, T. (1994): Probleme der Nachhaltigkeit in der Desertifikationbekämpfung. 
In: Geographische Rundschau, Bd. 46, Heft 10, S. 546-552. Westermann Verlag, Braunschweig.
MABBUTT, J. A. (1978): Action plan to combat desertification. In: Geographical Magazine,
Heft 8, S. 551-553, IPC Ltd., London.
MAINGUET, M., ECKHOLM, E. P.(1975): Desertification: A World Problem. In: Ambio, Vol IV, 
Nr. 4, S. 137-145. Stockholm.
MECKELEIN, W. (1980): Das Problem der Desertifikation innerhalb der Wüste. 
In: Stuttgarter Geographische Schriften, Bd. 95, S. 23-28, Geographisches Institut der
Universität Stuttgart.
MENSCHING, H. G. (1993): Die globale Desertifikation als Umweltproblem. In: Geographische 
Rundschau, Bd. 45, Heft 6, S. 360-365. Westermann Verlag, Braunschweig.
MENSCHING, H. G. (1979): Desertification. Ein aktuelles geographisches Forschungsproblem. 
In: Geographische Rundschau, Bd. 31, Heft 9, S. 350-354. Westermann Verlag, Braunschweig.
MENSCHING, H. G. (1978): Bericht und Gedanken über die United Nations Conference on 
Desertification (UNCOD) in Nairobi/Kenia. In: Erdkunde, Bd. 32, Heft 4, S. 73-76. Ferd. 
Dümmlers Verlag, Bonn.
MENSCHING, H. G., IBRAHIM, F. (1976): Das Problem der Desertification. In: Geographische 
Zeitschrift, 64. Jhg., Heft 4, Franz Steiner Verlag, Wiesbaden.


7.3 Karten und Atlanten
KÖPPEN, W., GEIGER, R. (1980): Die Klimate der Erde. In: Blüthgen, J.: Allgemeine 
Klimageographie 3., neu bearbeitete Auflage von W. Weischet, W. de Gryter, Berlin, 
New York.
UNITED NATIONS ENVIROMENT PROGRAMM - UNEP (Ed.)(1992): World atlas of desertification. 
E. Arnold, London.


8. Anhang

8.1 Tabellen:
Nr. 1. Mensching, GR 1979, S.353 Betroffene Fläche nach Kontinenten
Nr. 2 Mensching, GR 1993, S. 365 Betroffene Flächen nach Nutzung
Nr. 3 UN-Causes... S. 71 Budyko Berechnung und Tab.
Nr. 4 Mainguet S. 3 Ökozonen

Tab. 1: Verbreitung der durch Desertifikation betroffenen Gebiete in den Kontinenten

 aus: Mensching 1979, S. 353
Tab. 2: Globale Verbreitung der Desertifikation in den Trockengebieten (und nach Nutzung), 

aus: Mensching 1993, S. 365
Tab. 3: Budyko-Index, Erläuterung
aus: United Nations 1977, S. 71
Tab. 4: Beschreibung der dry ecozones
aus: Mainguet 1991, S. 3


8.2 Abbildungen:
Nr. 1 Mensching Desertifikation S. 9 Weltkarte der gefährdeten Gebiete nach Budyko
Nr. 2 Ibrahim GR 1978 S. 104 Weltkarte der Gefährdung
Nr. 3 World Atlas
Nr. 4 Ibrahim, Basel S. 78 Schema der Desertifikation
Nr. 5 Mainguet S. 235 Beispiel mescat system
Nr. 6 Mainguet S. 236 Beispiel jessour system
Nr. 7 Krings GR 1994 S. 548 Beispiel Landnutzung Savanne
Nr. 8 Mainguet S. 263 Shelterbelt Ideal
Nr. 9 Mensching Desertifkation S. 137 Bsp.Aralsee

Abb. 1: Charakterisierung der desertifikationsgefährdeten Zonen nach dem Ariditätsindex Budyko-Ratio
aus: Mensching 1990, S. 9
Abb. 2: Weltkarte der Desertification
aus: Ibrahim 1978, S. 104
Abb. 3: Areas affected by overgrazing
aus: UNEP 1992, S. 25
Abb. 4: Schema der Desertifikation
aus: Ibrahim 1992, S. 78
Abb. 5: The meskat runoff farming system
aus: Mainguet 1991, S. 235
Abb. 6: View and profile of the jessour runoff farming system
aus: Mainguet 1991, S. 236
Abb. 7: Idealbeispiel ökologischer Umbau und Inwertsetzung einer Savannen-Landschaftseinheit
aus: Krings 1994, S. 548
Abb. 8: Ideal structure of a wind barrier
aus: Mainguet 1991, S. 263
Abb. 9: Die Veränderung des Aralseespiegels seit 1960 bis zum Jahr 2000 nach Satellitenbild- und Kartenauswertung
aus: Mensching 1990, S. 137